Der meteorologische Winter (Dezember, Jänner, Februar) liegt hinter uns und er war im Ennstal geprägt von sehr starken Gegensätzen: Nach einem zu milden Dezember folgte ein zu kalter Januar, bevor der Februar wieder sehr mild ausfiel.
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Der meteorologische Winter (Dezember, Jänner, Februar) liegt hinter uns und er war im Ennstal geprägt von sehr starken Gegensätzen: Nach einem zu milden Dezember folgte ein zu kalter Januar, bevor der Februar wieder sehr mild ausfiel.
Was den Niederschlag betrifft, war der Winter zunächst eine sehr trockene Angelegenheit. Bis in den Jänner hinein gab es ein extremes Defizit. Damit verbunden war auch eine eklatante Schneearmut. Experten sprachen von einer Wintertrockenheit bzw. sogar von einer Winterdürre. Das Niederschlagsdefizit wurde erst im Februar weitgehend ausgeglichen. Der Dezember war in Aigen nahezu schneefrei (max. 1 cm!). Der Jänner war geprägt von anhaltender Kälte, wobei das Monatsmittel lag bei –4,3 ° Celsius. Auch der Jänner war zu trocken im Vergleich zum langjährigen Mittel. Es baute sich eine Schneedecke bis 24 cm auf, die im milden Februar trotz viel Niederschlag auf 22 cm stagnierte. Die Sonnenscheindauer war im Dezember unterdurchschnittlich, im Jänner extrem hoch und im Februar wieder unterdurchschnittlich. Es gab einige sogenannte Eistage, das sind Tage, an denen die Lufttemperatur stets unter 0 °C bleibt. In Aigen blieben die Temperaturen in diesem Winter an 18 Tagen ganztägig unter null Grad. Zum Vergleich: Im letzten Winter gab es nur 14 Eistage. Im Februar dominierten milde Phasen. Kältephasen waren selten und nur schwach ausgeprägt. Mit einem Monatsmittel von 2 °C wich der Februar um +3,1 °C vom Klimamittel 1991–2020 ab. Bemerkenswert: Im Februar gab es keinen einzigen Eistag – an jedem Tag stieg die Temperatur zumindest kurzzeitig über 0°C. Dies steht im starken Kontrast zu den zwölf Eistagen im Januar. Der Februar brachte deutlich überdurchschnittlichen Niederschlag – fast 70 Prozent mehr als üblich. Mit 15 Niederschlagstagen regnete oder schneite es an mehr als der Hälfte aller Tage.