Abhängigkeiten zu anderen Bundesländern, mehr private weniger öffentliche Krankenhäuser – der Verein Pro Klinikum prophezeit eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung im Bezirk.
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Abhängigkeiten zu anderen Bundesländern, mehr private weniger öffentliche Krankenhäuser – der Verein Pro Klinikum prophezeit eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung im Bezirk.
Gravierende Bedenken über die Pläne für die Krankenhausversorgung im Bezirk Liezen hegt der Verein Pro Klinikum Stainach. Die Berichterstattung der letzten Wochen suggeriere eine gesicherte Gesundheitsversorgung zu geringen Kosten, heißt es in einer Aussendung der Initiative. Das gezeichnete, optimistische Bild würde die dramatische Entwicklung nicht widerspiegeln, denn „bei genauer Betrachtung sieht man jedoch, dass in naher Zukunft der Bezirk Liezen nur mehr über eine minimale Eigenversorgung verfügen wird und wir vom Wohlwollen anderer Bundesländer und Regionen abhängig sind“, lautet ein zentraler Kritikpunkt des Vereins.
Die Kooperationsverträge kritisieren auch die Neos. Insbesondere ein Vertragsdetail sieht Klubobmann Niko Swatek als „verantwortungslos“: Das Papier sieht vor, dass die grenzübergreifende Zusammenarbeit jährlich von beiden Seiten kündbar ist. Die Pinken fordern eine Nachverhandlung, um die Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen sicherzustellen. „FPÖ und ÖVP müssen dafür sorgen, dass die Gesundheitspolitik keinesfalls zu einem jährlichen Glücksspiel wird“, so Swatek.
In Schladming und Bad Aussee sind in Zukunft weniger Betten vorgesehen. Die frei werdenden Räumlichkeiten könnten für ein medizinisches Angebot außerhalb der allgemeinen Krankenversicherung genutzt werden. Zudem befindet sich in Schladming eine weitere Privatklinik im Bau. „Im Leitspital Klinikum Stainach hätte man die Chance auf Betten in vergleichbarer Qualität ohne privat zahlen zu müssen“, gibt der Verein zu bedenken.