Unwetter hielt Feuerwehren auf Trab
05.06.2026 EinsätzeDie Feuerwehren des Bezirkes waren am Wochenende gefordert. Binnen kurzer Zeit mussten zahlreiche Sturmschäden beseitigt werden.
Eine heftige Gewitterfront mit starken Sturmböen hat am Wochenende im Bezirk Liezen für zahlreiche Feuerwehreinsätze ...
Die Feuerwehren des Bezirkes waren am Wochenende gefordert. Binnen kurzer Zeit mussten zahlreiche Sturmschäden beseitigt werden.
Eine heftige Gewitterfront mit starken Sturmböen hat am Wochenende im Bezirk Liezen für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Betroffen war nahezu der gesamte Bezirk – vom oberen Ennstal über das Ausseerland bis nach Wildalpen und Gaishorn. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der Freimachung von Verkehrswegen. Auf mehreren Bundes-, Landes- und Gemeindestra- ßen stürzten Bäume auf Fahrbahnen, beschädigten Leitungen oder blockierten Zufahrten. Für die Einsatzkräfte bedeutete das teils gefährliche Arbeit: Solange die Sturmböen anhielten, bestand an den Schadensstellen weiterhin die Gefahr, dass weitere Bäume umstürzen. Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens wurde auch die Bereichswarnzentrale personell verstärkt. Die üblicherweise mit zwei Leitstellendisponenten besetzte Zentrale wurde über die interne Alarmierung auf neun Kräfte aufgestockt. Neben der Koordination der Feuerwehren mussten auch mehrere Straßenmeistereien verständigt werden.
Quer durch den Bezirk
Einsatzstellen wurden unter anderem auf der L 704 in Großsölk, auf der Erlauftalstraße B 25, auf der Koppentalstraße L 701, auf der B 146 Gesäuse Straße, auf der Kaiserauer Landesstraße L 713 sowie im Bereich Schneckengraben in Wildalpen gemeldet. Mehrfach mussten Straßen kurzfristig gesperrt oder von Ästen und Baumteilen befreit werden. In Mitterberg wurden mehrere Bäume im Ortsteil Berg beseitigt. Gemeinsam mit der Feuerwehr Michaelerberg sicherten die Einsatzkräfte außerdem eine Schadensstelle bei einer gerissenen Hochspannungsleitung nahe der Kläranlage Tunzendorf ab.
In Selzthal wurde die Feuerwehr am Abend zu einem Einsatz auf der ÖBB-Bahnstrecke alarmiert, nachdem ein Baum in die Oberleitung geraten war. In weiterer Folge mussten mehrere umgestürzte Bäume auf der B 113 und auf Gemeindestraßen entfernt sowie beschädigte Gartenhütten gesichert werden. Auch in Gaishorn am See sorgte der Sturm für eine stille Alarmierung der Feuerwehr: Ein umgestürzter Baum blockierte im Ortsgebiet eine Straße. Die Einsatzkräfte konnten die Schadstelle sowie zwei weitere kleinere Einsatzstellen rasch beseitigen.
Im Bereich des Pyhrnpasses entwurzelten starke Windböen mehrere Bäume, die auf die Fahrbahn stürzten. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr begann eine vor Ort befindliche Person mit einem Traktor, Äste und kleinere Holzstücke von der Straße zu entfernen. Die Feuerwehr zerkleinerte die umgestürzten Bäume mit Motorsägen, räumte die Fahrbahn und gab die Straße anschließend wieder für den Verkehr frei.
Viele Einsätze binnen kurzer Zeit
In Liezen-Stadt wurden kurz nach Beginn des Gewitters mehrere Einsatzstellen gemeldet. Auf der B 146 Gesäuse Straße mussten an mehreren Stellen Bäume von der Fahrbahn entfernt werden. Weitere Schadenslagen gab es unter anderem im Bereich der A9-Abfahrt Liezen sowie im Flurweg. Besonders angespannt war die Lage auch in Rottenmann. Dort wurde die Feuerwehr zunächst auf die Bundesstraße im Bereich der Shell-Tankstelle alarmiert, wo mehrere Bäume die Fahrbahn blockierten. Noch während der ersten Arbeiten gingen weitere Notrufe ein. Insgesamt mussten acht Einsatzstellen nahezu gleichzeitig bewältigt werden. Neben umgestürzten Bäumen wurden auch beschädigte Straßenlaternen entfernt. Teilweise waren Bäume auf Gebäude gestürzt.
In Admont standen zahlreiche Florianis im Einsatz. Neben mehreren blockierten Verkehrswegen wurde auch eine Forststraße freigemacht, auf der ein Pkw durch umgestürzte Bäume eingeschlossen war. Um die Zufahrt wiederherzustellen, mussten 13 Bäume freigeschnitten und entfernt werden. Zusätzlich kontrollierten die Einsatzkräfte örtliche Bachläufe auf mögliche Verklausungen und weitere Gefahrenstellen.
Waldbrand in Donnersbachwald
Abseits der Sturmschäden beschäftigte die Feuerwehren au- ßerdem ein Waldbrand in Donnersbachwald. Ursache war ein Blitzschlag, durch den ein Baum in Brand geraten war. Die Feuerwehren Donnersbach und Donnersbachwald führten die Brandbekämpfung durch und verhinderten eine Ausbreitung des Feuers.




